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Fischsterben in der Jagst - Schadstoffwelle hat Landkreis Hall durchlaufen

Fischsterben in der Jagst – Schadstoffwelle hat Landkreis Hall durchlaufen
Neue Messwerte - Arbeitskreis “Unsere Jagst“ kommt am Dienstag zusammen
 
Die mit Ammonium belastete Schadstoffwelle hat inzwischen den Landkreis Schwäbisch Hall verlassen. Die neuen Messwerte von Freitagabend und Samstagmorgen sind wie folgt:
 

Messorte
(Reihenfolge flussabwärts)
Uhrzeit
PH-Wert
Temperatur
Sauerstoff-gehalt
Ammonium
Nitrat
Kirchberg, an der Kläranlage

16:00

8:00

8,5

8,1

21,8°C

19°C

9,5 mg/l

5 mg/l

0,05 mg/l

0,09 mg/l

3,0 mg/l

3,0 mg/l

Elpershofen

-

8:15

-

8,2

-

20°C

-

5,8 mg/l

-

0,05 mg/l

-

2,4 mg/l

Hürden

17:10

7:15

8,3

8,2

20,7°C

19,8°C

15,5 mg/l

7,5 mg/l

< 0,2 mg/l

0,14 mg/l

3,5 mg/l

2,6 mg/l

Mosesmühle Bächlingen

17:15

7:40

8,3

8,3

20,8°C

20°C

15 mg/l

9,8 mg/l

< 0,2 mg/l

0,72 mg/l

3,8 mg/l

3,7 mg/l

Herrenmühle

17:20

7:45

8,3

8,3

20,5°C

19,9°C

13,7 mg/l

10,3 mg/l

0,2 mg/l

0,17 mg/l

3,6 mg/l

3,4 mg/l

Grillplatz Schimbach

17:30

7:55

8,5

8,2

21,8°C

19,5°C

17,2 mg/l

8,5 mg/l

0,2 mg/l

0,1 mg/l

3,7 mg/l

3,7 mg/l

Kreisgrenze

17:40

8:05

8,3

8,2

20,7°C

19,9°C

13 mg/l

8,5 mg/l

0,9 mg/l

0,4 mg/l

4,2 mg/l

4,0 mg/l

 
Der Ammonium-Wert ist ab 0,5 bis 1 mg/l tödlich für Fische und andere Lebewesen in der Jagst. Normal ist ein Wert in der Jagst mit 0,04 mg/l. Bei Nitrat liegt der Grenzwert für Trinkwasser bei 50 mg/l.
 
Weiterhin überwacht wird der Sauerstoffgehalt in der Jagst. Bei zu niedrigem Sauerstoffgehalt besteht die Gefahr der Bildung von Nitrit (fischgiftig) aus dem Nitrat. Durch Verwesungsprozesse toter Fische im Gewässer kann der Sauerstoffgehalt sinken.
 
Erste Maßnahmen zur Verbesserung des Sauerstoffgehalts sind schon ergriffen. Die Betreiber der 12 Wehre zwischen Kirchberg-Lobenhausen und der Kreisgrenze wurden gebeten, die Stromproduktion zu drosseln und das Wasser über die Wehre laufen zu lassen, um einen stärkeren Sauerstoffeintrag zu erreichen. Weiterhin wurden Belüftungsmaßnahmen in Kirchberg an der Jagst und in Elpershofen veranlasst.
 
Mit dem Fischereisachverständigen des Regierungspräsidiums Stuttgart wird indessen geklärt, ob eine Zufütterung der Fischbrut, die die Umweltkatastrophe überlebt hat, sinnvoll ist.
 
Die Brandstelle an der Lobenhausener Mühle ist mittlerweile vollständig geräumt.
 
Nicht nur für die Wiederbesiedlung der Jagst, sondern auch für eine Verbesserung der Ökologie an der Jagst insgesamt, zum Beispiel im Hinblick auf die Durchgängigkeit des Flusses für Fische, wird ein Arbeitskreis „Unsere Jagst“ gebildet. Am Dienstagnachmittag findet im Landratsamt Schwäbisch Hall das erste Zusammentreffen statt. Eingeladen werden dazu die betroffenen Fischereivereine, Vertreter der Anrainerstädte, die Umweltverbände, Vertreter des Regierungspräsidiums und weitere Experten. Erster Schritt wird zunächst ein gemeinsames Brainstorming sein, welche Maßnahmen, vor allem aus der Sicht der Fischereivereine, ergriffen werden können, und wie diese priorisiert werden sollen.
 
Heute konnten Erster Landesbeamter Michael Knaus, Bau- und Umweltamtsleiter Hubert Wiedemann und Veterinäramtsleiter Dr. Werner Schreiber sich ein Bild von den noch laufenden Arbeiten der Fischereivereine vor Ort machen und viele Anregungen entgegennehmen. „Ich bin sehr beeindruckt von dem enormen Engagement und auch von der Solidarität und Hilfsbereitschaft zwischen den Fischereivereinen und den Menschen im Landkreis“, so der stellvertretende Kreischef. „Ich bin mir sehr bewusst darüber, dass diese Arbeit für alle Beteiligten nicht nur organisatorisch eine riesengroße Herausforderung ist, sondern dass es auch körperlich und emotional eine heftige Belastung ist, wenn man die Folgen dieses Unglücksfalls aus nächster Nähe miterlebt. Ich danke allen Beteiligten deshalb von ganzem Herzen und wünsche mir, dass wir jetzt gemeinsam zuversichtlich den Blick nach vorne richten können.“
 
Unabhängig von den Kosten des Unglücksfalls und des Schadensersatzes, der noch zu klären ist, hat Knaus veranlasst, dass am Montag ein Spendenkonto „Unsere Jagst“ eingerichtet wird. Eingehende Spenden sollen unabhängig von den Schadensersatzleistungen, z. B. von Versicherungen, für die Umsetzung der Ideen des Arbeitskreises - auch für künftige Verbesserungen der Ökologie an der Jagst - und für die Förderung des Ehrenamts in den Fischereivereinen verwendet werden. Die Kontonummer wird baldmöglichst bekannt gegeben.
 
Für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern steht auch über das Wochenende das Bürgertelefon des Landratsamts, Tel. 0791/755-7841, zur Verfügung.

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